Börsenordnung

Börsenordnung der Terrarienbörse Hannover
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Begleitinformation Wirbeltiere
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1. Für den Transport und die Unterbringung der Tiere sind temperaturstabile Behältnisse zu verwenden, die gegebenenfalls mittels Wärmeakku oder anderer Wärmemöglichkeiten temperiert werden müssen.

2. Gekaufte Tiere müssen unverzüglich an einen geschützten Ort verbracht werden. Dies ist entweder der Stand des Verkäufers oder der Tieraufbewahrungsraum. Sie müssen artgerecht transportiert werden und können auch am Infostand zur kurzfristigen Aufbewahrung abgegeben werden.

3. Die Börse dient ausschließlich dem Verkauf und/oder dem Tausch von Amphibien, Reptilien, Insekten, Spinnen,Nagetieren, Fachliteratur und Zubehör durch den/die Anbieter.

4. Für jedes angebotene Tier müssen die nachfolgenden Angaben für jeden Interessenten gut sichtbar angebracht sei: A: Name des Verkäufers B: Deutscher und wissenschaftlicher Name C: Verbreitungsgebiet des angebotenen Tieres D: Herkunft (Nachzucht oder Wildfang) E: Schutzstatus EG-VO 338/97 (Anhang A, Anhang B) Schutzstatus BArtSchV (Anlage 1) F: Geschlecht des Tieres, soweit dem Anbieter bekannt G: die zu erwartende Endgröße H: Bei Nahrungsspezialisten ist ein entsprechender Hinweis zu geben I: Eine ausreichende und fehlerfreie Deklaration sollte gewährleistet sein

5. Wildfänge von Arten des Anhanges A der EG-Vo 338/97 und von Arten der Anlage 1 der BArtSchV dürfen nicht angeboten, in Verkehr gebracht und vermarktet werden.

6. Es dürfen nur gesunde, nicht trächtige und in eiwandfreiem Zustand befindliche Tiere angeboten werden.

7. Eine Betrachtung der angebotenen Tiere darf nur von einer Seite oder nur von oben durch den Deckel möglich sein.

8. Für Tiere aus Feuchtgebieten muss ein ausreichend feuchtigkeitsspeicherndes Substrat oder eine andere geeignete Möglichkeit zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit eingesetzt werden. Während der Börse müssen solche Tiere regelmäßig mit Wasser bzw. Wassernebel besprüht werden.

9. Rein aquatile Arten müssen in Behältern mit Wasser angeboten werden. Der Behälter muss entweder einen Wasserteil enthalten oder das Wasser muss so seicht sein, dass die Tiere nicht permanent schwimmen müssen.

10. Nach dem Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien vom 10.01.1997 des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten müssen die Behältnisse für die Tiere folgenden Mindestanforderungen entsprechen: A: Für ausreichende Belüftung, Beleuchtung und ggfs. Wärmezufuhr ist zu sorgen B: Geeignetes Bodensubstrat für die Aufnahme von Ausscheidungen C: Die Größe des Behälters muss den Tieren ein problemloses Wenden ermöglichen. Bei Echsen und Amphibien muss sie mindestens das 1,5 fache der Kopf- Rumpf-Länge, bei Schlangen mindestens jede Seitenlänge mindestens 1/3 der Gesamtlänge des Tieres und bei Schildkröten die 2-fache Panzerlänge betragen.

11. Alle größeren Behältnisse müssen ein Mindestmaß an Strukturierung und einen Wasserbehälter haben.

12. Alle Tiere müssen in Einzelhaltung untergebracht werden. Eine Belegung eines Behälters mit mehreren Tieren ist nicht gestattet. Für wirbellose Tiere gilt dies nur für Hundertfüßler, Skorpione und Vogelspinnen (Ausnahme: Spiderlinge)

13. Der Verkäufer muss den Käufer auf die Meldepflicht von geschützten Tieren hinweisen. Für jedes nach Anhang A der EG-VO 338/97 geschützte Exemplar sind die Originalpapiere mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen. Der Verkäufer hat dem Käufer die Bescheinigung im Original zusammen mit dem Tier auszuhändigen. Eine Vermarktung von Tieren des Anhanges A der EG-VO 338/97 ist nur zulässig, wenn die Bescheinigung gem. EG-VO 338/97 den Verkäufer zur Vermarktung des Tieres berechtigt. Eine Vermarktung durch Dritte ist unzulässig.

14. Tiere der Anlage 6 der BArtSchV aufgeführten Arten müssen gemäß den Bestimmungen über die Kennzeichnung von Tieren in Artikel 36 der EG-VO 939/97 und in den §§ 8,10 und 11 BArtSchV gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung muss von der für den Verkäufer zuständigen Behörde in die Bescheinigung eingetragen worden sein.

15. Beim Verkauf von Arten des Anhanges B der EG-VO 338/97 und von Arten die in der Anlage 1 der BArtSchV aufgeführt sind, hat der Verkäufer dem Käufer einen Herkunftsnachweis auszuhändigen auf dem die für die Meldung gem. § 6 Abs. 2 BArtSchV erforderlichen Angaben enthalten sind. Der Herkunftsnachweis muss auch einen Hinweis auf die Meldepflicht gem. § 6 Abs. 2 BArtSchV beinhalten.

16. Bei Verkauf von aus Drittländern (nicht EU-Mitgliedsstaaten) eingeführten und artengeschützten Exemplaren sind die vom Bundesamt für Naturschutz ausgestellten Einfuhrgenehmigungen mitzuführen, soweit eine Einfuhr-/ Genehmigungspflicht für diese Arten besteht. Die Einfuhr der Exemplare darf ausschließlich über die im Bundesanzeiger und im Amtsblatt der EG bekannt gemachten Zollstellen erfolgen. Bei der Einfuhr sind die Einfuhrdokumente (Einfuhrgenehmigung und Einfuhrmeldung) der Zollstelle vorzulegen.

17. Die gemäß § 5 Abs. 1 BArtSchV zu führende Aufnahme- und Auslieferungsbücher bzw. Zuchtbücher sind von den Verkäufern im Original mitzuführen und der Unteren Naturschutzbehörde bzw. dem Veterinäramt auf Verlangen zur Prüfung vorzuzeigen.

18. Das Schütteln und/oder Klopfen an den Tierbehältern sowie das Aufeinanderstapeln ist nicht erlaubt. Ferner sind die Behälter gegen herunterfallen und unbeabsichtigtes öffnen ausreichend zu sichern.

19. Die Tiere dürfen nur bei äußerst triftigen Gründen und im Beisein und mit Zustimmung des Anbieters aus ihren Behältern genommen werden. Eine Geschlechtsbestimmung mittels poppen und/oder Sonde ist untersagt.

20. Die ausgestellten Tiere sind ständig durch den Anbieter oder einer beauftragten Person zu beaufsichtigen.

21. Die Behälter in denen die Tiere untergebracht sind müssen mindestens in Tischhöhe (60-70 cm) aufgestellt werden.

22. Tiere der Arten „Macroclemys temmincki“ (Geierschildkröte) und „Chelydra serpentina“ (Schnappschildkröte) dürfen nicht zur Schau gestellt, angeboten, nicht vermarktet und nicht in den Verkehr gebracht werden.

23. Säugetiere müssen geeignetes Einstreu, ausreichend Rückzugsmöglichkeiten, Trinkmöglichkeiten und Futter haben.

24. Die Größe der Aufbewahrungsbehälter bzw. die Besatzdichte von Futtertieren muss so bemessen sein, dass jedem der Tiere eine angemessene Mindestgrundfläche bzw. Käfighöhe zur Verfügung steht. Für die Besatzdichte gilt, dass bei Futtertieren (Wirbeltiere) die Hälfte der Bodenfläche frei bleiben muss.

25. Es dürfen nur bereits von den Elterntieren entwöhnte und bereits eigenständig lebensfähige Nagetiere/Futtertiere angeboten werden.

26. Das Anbieten und der Verkauf von lebenden Mäusen, Rattenbabys, Eintagsküken, Hasenartigen oder Defektzuchten ist strengstens untersagt.

27. Die Börse dient grundsätzlich dem Verkauf und Tausch von Tieren durch Privatpersonen. Gewerbsmäßige Züchter und Händler müssen im Besitz einer Erlaubnis gem. § 11, Abs. 1, Satz 1, Nr. 3 Tierschutzgesetz sein und diese auf Verlangen vorzeigen.

28. Tiere die nicht auf der Börse angeboten werden sollen haben keinen Zutritt auf das Veranstaltungsgelände.

29. Die Veranstalter und die Aufsichtspersonen sind gegenüber den Anbietern und Besuchern weisungsberechtigt. Sie können bei Zuwiderhandlungen gegen verfügte Auflagen, die Börsenordnung oder tierschutzrechtliche Bestimmungen Personen von der Börse ausschließen.

30. Das Anbieten von Tieren und Zubehör ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

31. Jeder Anbieter hat eine ausreichende Anzahl geeigneter Behältnisse bereit zu halten, die er dem Käufer für den tierschutzgerechten Transport zur Verfügung stellen muss.

32. Erkrankte oder verletzte Tiere sind auszusondern und nach Bedarf (auf Kosten des Anbieters) zu behandeln. Die Telefonnummer des zuständigen Tierarztes liegt am Infostand aus.

33. Alle Anbieter müssen die relevanten tierschutzrechtlichen Bestimmungen kennen und beachten.

34. Es ist verboten, Giftschlangen (auch Dispholidus und Thelotornis), Giftechsen und für den Menschen gefährliche Spinnentiere zu vermarkten.

35. Tiere dürfen an Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr nur mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten abgegeben werden.

36. Die Tiere müssen sich bis spätestens 09:30 Uhr in den dafür vorgesehenen Verkaufsbehältern an dem jeweiligen Verkaufsstand befinden. Die Anbieter und Käufer sollen das Veranstaltungsgelände bis 18:00 Uhr verlassen haben.

37. Der Besucherverkehr in den Veranstaltungsräumen beginnt um 10:00 Uhr und endet um 16:00 Uhr.

38. Das bekannte Veranstaltungsende ist einzuhalten. Ein vorheriges Zusammenräumen ist nicht gestattet.

39. In den Börsenräumen besteht absolutes Rauchverbot

40. Die Veranstalter übernehmen keine Haftung bei Diebstahl, Unfällen oder sonstigen Schäden.

41. Für Stromkabel und Kabeltrommeln ist selbst zu sorgen.

42. Spätestens zwei Wochen vor Börsenbeginn ist das Standgeld zu entrichten. Bei einer späteren Zahlung kann der Standplatz nicht garantiert werden.

43. Standplätze, die bis 10:00 Uhr unentschuldigt nicht besetzt sind, können neu vergeben werden.

44. Abfälle sind durch die Anbieter zu beseitigen. Sollte der Verkaufsstand vermüllt hinterlassen werden, können die Veranstalter eine Gebühr in Höhe von 10,- Euro erheben.

45. Werbung auf der Börse ist nur mit Genehmigung der Veranstalter zulässig. ( auch das Verteilen von Flyern und Prospekten)

46. Für Hunde ist der Zutritt zum Veranstaltungsraum nicht gestattet.

47. Alle Anbieter müssen die Börsenordnung kennen und deren Bestimmungen einhalten. Dies geschieht in der Regel durch eine unterschriebene Erklärung. Bei Nichtbeachtung der Börsenordnung können Teilnehmer seitens der Veranstalter ausgeschlossen werden.

48. Die Behälter mit den angebotenen Tieren müssen gegen Herunterfallen, z.B. durch eine Holzleiste, gesichert werden.

49. Bei dem Verkauf von Wirbeltieren muß eine Begleitinformation bereitgehalten und dem Käufer ausgehändigt werden

Die Veranstalter gez. Holger Hilgenberg und Andreas Scheithauer